Google will Mails nach Wichtigkeit sortieren
by Kati on Sep.03, 2010, under digitale Kultur
Nachdem das Unternehmen Google seinen Dienst Google Voice ins Postfach integriert hat, werden weitere Details über neue Funktionen veröffentlicht. So möchte Google Mail demnächst den Posteingang nach Wichtigkeit sortieren, um seine Kunden zu entlasten. Google geht davon aus, dass die Flut an Mails stetig zunimmt und das dieser Dienst daher dankend angenommen wird.
Die Funktion, die sich “Priority Box” nennt, sei jedoch optional. Wer sie integriert, der könne nach Angaben von Testern sechs Prozent der Zeit einsparen, die sonst fürs persönliche Postfach draufgeht. Die Mails werden hierbei nach “Wichtig”, “Markiert” und “Alles Andere” eingeteilt. Es ist zudem möglich eigene Kategorien zu erstellen und Filter anzugeben. Google teilt die ankommenden Mails dann den Kategorien zu. Anhand von Schlagwörtern, Häufigkeit, Antworten und Mailinglisten, trifft Google dann die Entscheidung über die Wichtigkeit der Mail. Liegt Google falsch kann der Benutzer die Einteilung manuell verändern. Weiterhin lernt Google im Laufe der Zeit hinzu und arbeitet immer präziser.
Die Sortierungen nach Wichtigkeit scheinen immer beliebter zu werden. Auch Social Networking Plattformen integrieren mittlerweile Filter um Inhalte besser einordnen zu können. Näheres unter zeit.de.
Sony mach iTunes-Store Konkurrenz
by julius on Sep.02, 2010, under digitale Kultur
Während einer Pressekonferenz auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin machte Sony deutlich: zukünftig will man beim Geschäft mit digitalen Inhalten mitverdienen. So will Sony mit der Plattform Qriocity einen eigenen Streamingdienst auf dem Markt bringen, um mit Film, Fernsehen und Musik Geld zu verdienen und so dem iTunes-Store Konkurrenz machen.
Noch dieses Jahr soll Sonys eigener Musik- und Videodienst Qriocity online gehen und eigenen Angaben zufolge „unbegrenzten Zugang“ zu Musik, Filmen und Videos bieten. Erfahrung durfte der Konzern bereits im Jahr 2007 machen, als er den Versuch startete, einen TV-Dienst über das Internet zu etablieren. Aber der Dienst „Connect“ litt bereits von Anfang an an Softwareproblemen und wurde wegen mangelnder Nachfrage schon wieder eingestellt.
Dieses mal soll alles besser werden: die iTunes-Konkurrenz aus dem Hause Sony soll über alle TV-Geräte von Sony verfügbar sein und auch über die Playstation, später dann auch über Mobiltelefone aus selbigem Hause und anderen Plattformen.
Über Preise äußerte sich das Unternehmen auf der Pressekonferenz nicht. Es gab lediglich bekannt, dass es sich um einen Abonnement-basierter Streamingdienst handeln solle.
Open-Source: kostenlose DJ-Software MIXXX
by julius on Sep.01, 2010, under Technik
Wer auf der Suche nach einer kostenlosen und dennoch professionellen Software ist, dem wäre mit der kostenlosen Open-Source-Software MIXXX geholfen. Alle nötigen Funktionen wie die CD-Player Funktionen Start- Stop, Vor- und Zurückspulen, CUE Funktion, Fader, Crossfader, EQs für Hi MID und LOW, eine Vorhörfunktion für Kopfhörer, manuelle oder automatische BPM-Anpassung sowie eine Synchronisations-Funktion sind vorhanden.
Wie die meisten Ausführungen guter DJ Software verfügt auch MIXXX über eine automatische Tempoerkennung, die die Tracks ohne Fehler korrekt analysiert.
Hardwareseitig versteht sich MIXXX auf alle üblichen Treibermodelle, wie MME, WDM, ASIO unter Windows. So kann die DJ Software kann mit allen gängigen Audio Interfaces umgehen, was die Arbeit mit dem DJ Tool äußerst angenehm gestaltet. Neben dem Standardformat Mp3 ließt das Tool auch die Dateiformate WAVE, FLAC und OGG (-Vorbis).
Musikgeschäft: Was verdient ein Musiker eigentlich an einer CD?
by julius on Sep.01, 2010, under Musikkultur
Die Statistik ist ernüchternd: für ein verkauftes Album oder eine heruntergeladene Single aus dem Netz verdient ein Musiker nur 4 Prozent des Verkaufspreises. Bei einem Albumpreis von rund 15,99 sind das 64 Cent pro Album, bei einer Single nur 5,56 Cent. Den größten Gewinnanteil dagegen erhält das Label mit rund 31 Prozent sowie der Vertrieb mit etwa 19 Prozent.
Da kann man schon mal stutzig werden, schließlich hat der Künstler oder die Band den größten Anteil am verkauften Produkt. Ohne Künstler kein Album, ohne Album kein Verkauf. Da aber die Künstler verschiedene Aufgaben wie Marketing, Vertrieb und Finanzen an Externe abtreten, müssen sie auch einen großen Teil ihrer Einnahmen abgeben.
Ob es allerdings Sinn macht, dass die GEMA als Geldeintreiber mit 6 Prozent fast doppelt soviel Gewinn pro Verkauf einstreicht, wie der Künstler selbst, darf angezweifelt werden.
Zwar sind die Labels immer noch wichtig, wenn es darum geht, eine größere Öffentlichkeit anzusprechen, längst aber ist auch die Selbstvermarktung über das Internet ein lukrativer Weg für kleine Künstler. Verkauft man das eigene Album für nur einen Euro online, dann verdient man meist mehr pro Verkauf, als im Rahmen eines herkömmlichen Plattenvertrags. Zwar muss man dann auch die ganze Arbeit drum herum selbst leisten, dafür aber ist man autonom und sein eigener Chef.
Musikindustrie: 40 % mehr legale Downloads
by julius on Aug.30, 2010, under Musikkultur
Die Nachricht sollte die Musikindustrie eigentlich versöhnlich stimmen, denn wie der Bundesverband der Musikindustrie (BVMI) mitteilte, ist der Anteil an legalen Musikdownloads um satte 40 % gestiegen im ersten Halbjahr 2010.
Und selbst bei den regulären Album-Verkäufen kann die deutsche Musikindustrie nicht klagen, konnte sie schließlich im ersten Halbjahr 2010 ihre Umsätze auf 41,66 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdoppeln. Auch bei den Singleverkäufen stieg der Umsatz um etwa 26 Prozent.
Musiker und Bands freuen sich über die Entwicklung, schließlich zeigt dies, das trotz aller illegalen Downloadmöglichkeiten weiterhin auch Geld für Musik gezahlt wird. Die Industrie hingegen klagt weiterhin.
Offen bleibt, ob sich die Steigerung bei den legalen Downloads auf die Abmahnungspolitik der großen Labels gegenüber File-Sharern auswirken wird. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass es zu weniger Abmahnungen kommen wird. Wahrscheinlicher dagegen ist es, dass die Branche weiterhin massenhaft Abmahnungen verschicken wird, da sie die jetzigen Erfolge auf genau diese Politik schieben wird.
Musikplattform SoundCloud rüstet auf
by julius on Aug.30, 2010, under Musikkultur, Technik
Die Musikplattform SoundCloud rüstet auf und präsentierte mehrere Updates und Verbesserungen. So war die Verbesserung der Suchfunktion dringend notwendig: im Gegensatz zur alten Version kann die Suche nach Künstlern wesentlich differenzierter gestaltet werden. In den Erweiterungsfunktionen können nun bestimmte Kriterien helfen, die Suche zu verfeinern: Genres, Tags, Labels, Track-Typen (Original/Remix/Podcast/…) und sogar die BPM-Zahl (Beats per Minute) kann mit angegeben werden. Klickt man auf den Tag eines Tracks, erscheinen Vorschläge mit den beliebtesten oder aktuellsten Uploads, eine Tag-Wolke lädt zum stöbern ein.
Und auch die Unterstützung von Inhalten mit der Creative-Commons-Lizenz wurde verbessert. Creativ-Common ist gemeinnützige Gesellschaft, die im Netz verschiedene Standard-Lizenzverträge veröffentlicht, mittels derer Künstler an ihren Werken der Öffentlichkeit Nutzungsrechte einräumen können. So unterstützt SoundCloud jetzt alle sechs Lizenztypen, was zuvor nicht der Fall war.
Erster Etappensieg für YouTube
by julius on Aug.30, 2010, under Musikkultur
Im Streit zwischen dem Videoportal YouTube und der deutschen Gema kann YouTube einen ersten Etappensieg verzeichnen. Die Gema klagte gegen das Videoportal auf Schadenersatz, da auf YouTube unerlaubt Videos online gestellt worden waren. Das Landgericht in Hamburg aber sprang der Gema nicht bei.
Konkret hatte die Rechteverwertungsgesellschaft Gema Schadenersatz sowie die sofortige Löschung von insgesamt 75 Videoclips zu Musikern gefordert, die von der Gema vertreten werden. Eine einstweilige Verfügung wurde aber abgelehnt. Das Gericht argumentierte damit, dass die Gema bereits lange vor Antragstellung bereits von den Videos auf der Plattform gewusst habe.
Damit hat YouTube allerdings noch kein Recht bekommen: zwar lehnte das Gericht das Eilverfahren ab, legte der Google-Tochter allerdings nahe, mehr für den Schutz der Urheberrechte zu unternehmen.
Im Kern geht es bei diesem Streit darum, dass die Gema Nutzungsrechte von YouTube für das Abrufen von Videoclips fordert. YouTube dagegen argumentiert, dass die von der Gema geforderten Gebühren viel zu hoch sein und das Unternehmen in den Ruin treiben würde.
Die Gema als Rechteverwerter von Musikkünstlern vertritt die Interessen von rund 60.000 Komponisten, Textautoren und Musikverlegern. Zusätzlich lassen sich – so die Gema – mehr als eine Million Rechte-Inhaber aus dem internationalen Bereich von der Gema vertreten.
Wie das Verfahren ausgeht, bleibt offen: ein Gema-Anwalt jedenfalls kündigte an, seine Gesellschaft wolle nun im Hauptverfahren seine Interessen durchsetzen.
Google macht Skype Konkurrenz
by Kati on Aug.27, 2010, under Technik
Google dringt in den Bereich der Internet-Telefonie vor. In den USA kann man neuerdings via Google Mail innerhalb der USA und Kanada kostenfrei telefonieren. Die beiden Dienste Google Mail und Google Voice wurden zusammengelegt und ermöglichen nun ein Telefonieren auf Handys und Festnetztelefone aus dem Postfach heraus. Ebenso können Anrufe empfangen werden. Das Prinzip funktioniert via VoIP (Voice over IP) und macht damit dem Unternehmen Skype Konkurrenz. Skype dominiert momentan die Internet-Telefonie.
Wer via Google Mail internationonal Anrufe tätigen möchte, der muss eine geringe Gebühr bezahlen. Da ein Anruf aus den USA ins deutsche Festnetz gerade mal zwei Cent kostet, wird den traditionellen Telekommunikationsanbietern wohl bald die Puste ausgehen. Auch aufgrund von zunehmenden Flatrates bei Mobilfunkanbietern, werden immer weniger Festnetzanschlüsse angemeldet. Durch die zunehmenden Angebote der Internet-Telefonie wird der Druck noch größer. Es wird sich zeigen welcher Internet-Telefonie Anbieter sich langfristig durchsetzen wird.
Der Aufwind des Vinyl
by julius on Aug.26, 2010, under Musikkultur
Nachdem in den 90er die CD das Vinyl endgültig abgelöst hatte, war eine wohl sortierte Plattensammlung lediglich bei Liebhabern anzutreffen. Nur Djs und Anhänger der Vinyl-Kultur kauften ihre Musik noch auf den schwarzen Scheiben. Auch die Musikindustrie reagierte, selbst kleinere Labels pressten ihre Neuerscheinungen nur noch auf CD.
Doch in den letzten Jahren erfährt die Platte ein Comeback. Während CD und Mp3 noch miteinander kämpfen, stiegen die Verkaufszahlen für Schallplatten im vergangenen Jahr um satte 89 Prozent. Grund für den rasanten Aufstieg: immer mehr Musikfans kritisieren den digitalen, gesäuberten Klang von CD und Mp3. Die warmen Klänge einer Platte sind nicht durch CD und Mp3 zu ersetzen. Außerdem ist es ein ganz anderes Gefühl eine Platte aufzulegen, als wenn man auf dem Bildschirm einen Mp3-Song klickt.
So wird durch das Format Platte viel mehr transportiert, als nur Musik. Das Handling, das Cover mit dem Artwork, der Plattenspieler. – all das schätzen die Vinyl-Freunde und es scheint, als ob der Fankreis weiter wachse.
Es ist allerdings völlig aussichtslos, dass die Platte die digitalen Tonträger ablösen wird. Nur 0,2 Prozent der Neuerscheinungen werden aktuell auf Platte gepresst. Sie wird weiter ein Nischendasein fristen, vor allem im Bereich der Elektronischen Klangkultur und Hip-Hop. Macht aber nichts, Hauptsache sie stirbt nicht aus.
Electronic Beats Festival feiert 10 jähriges Jubiläum
by julius on Aug.26, 2010, under Musikkultur
Zehn Jahre nun gibt es schon das Electronic Beats Festival, das Musik- und Lifestyle Festival der Deutschen Telekom. Da das Event regelmäßige Erfolge zu vermelden hat, wird das Jubiläum jetzt ordentlich gefeiert.
Das erste mal fand das Electronic Beats Festival 2001 in Köln statt. Seit dem sind über 170 Musikevents über die Bühne gegangen. Die Lister der vertretenen Künstler kann sich dabei durchaus sehen lassen: Mouse on Marse, Fever Ray, Hot Chip, Soulwax, Peaches, The Whitest Boy Alive, die Turntable Rockers und viele andere mehr sorgten dafür, dass das Festival immer wieder zum Erfolg wurde.
Das Jubiläum wird nun am 4. November in Berlin gefeiert. Ganz oben auf dem Lineup steht Róisín Murphy, Mitglied von Moloko, die ihre neue Bühnenperformance erstmals live präsentieren wird und die Synthypoper von Delphic. Weiterhin sind Künstler wie Matthew Dear, Ruede Hagelsten Andre Galluzi usw. anzutreffen.